Schnee juhee! Und die weisse Pracht verzaubert nicht nur die Landschaft, sondern auch die Menschen, ganz besonders natürlich die Kinder. Verzaubert vom Anblick des verschneiten Bauernhofs und der angrenzenden Hügel, brütete der Biosoph eine Idee aus, die er sofort mit Max und Lara besprechen musste. „Was haltet ihr von einem Winterplausch bei uns auf dem Hof?“, fragte der Biosoph. „Aber wir haben doch schon den Plausch! Was meinst du genau?“ antworteten die Kinder? „Nicht alle Kinder haben soviel Platz und Schnee zum Spielen wie wir. Wie wär’s wenn wir alle Kinder und Eltern vom Dorf zu uns einladen?“. „Ja, das machen wir!“ schreien die beiden und plaudern auch gleich drauflos. „Skifahren, Schlitteln, Schneeballschlacht, Iglu bauen und und und“, sprudelte es aus den 3 Freunden heraus. Bald schon haben sie einen kleinen Plan gemacht, was wo wie hinkommt und als sie auf das voll gekrizelte Papier starrten, wussten sie, dass viel Arbeit auf sie wartet. Aber hallo, die 3 Freunde haben auch da schon eine Idee. „Kommt, lasst uns Plakate machen, die wir im Dorf verteilen können.“, sagt Lara. „Und was sollen wir da drauf schreiben?“ fragt Max verwundert. „Na, dass wir 20 Kinder suchen, die uns beim Bau der Schneefiguren und Skipisten und Schanzen etc. helfen.“. Und schwupps wird gemalt und gepinselt, was das Zeugs hält. Okay, nicht alle Farbe landete auf dem Papier. Nach dem Malen sehen die drei aus wie kleine bunte Zwerge. Egal, jetzt rasch den Esel an den Karren spannen und los geht es. Mit Gebimbel und Geläut treffen sie im Dorf ein und bald schon sind alle Plakate verteilt. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie rasch sie 20 Kinder hatten, die begeistert mithelfen wollten. So sind am Nachmittag die Kinder samt Schaufeln angetrabt und schaufelten und bauten wie die Wilden. Ja, manchmal so wild, dass sie die Kunstwerke, die sie in den Schnee bauten, wieder zusammenbrachen, weil sie zu übermütig geworden sind. „Macht ja nichts, lasst und das nochmals versuchen.“, sagte der Biosoph jeweils, als mal wieder eine Schneehütte zusammenkrachte. „Du Biosoph, warum regst du dich nicht auf, oder schimpfst mit den Kindern, wenn sie etwas kaputt machen?“, fragte Max erstaunt, als schon die 4 Hütte einkrachte. „Schau doch Max, die Kinder haben am Zerstören genauso viel Freude wie am Bauen und ausserdem geht ja nicht wirklich was kaputt. Es gibt genügend Schnee und jedesmal, wenn man einen Fehler macht und daraus etwas lernt, kann man es das nächste Mal besser. Sieh nur, die Gruppe von Kindern da hinten. Die erste Hütte ist eingebrochen, jetzt haben sie eine grössere und schönere als zuvor gebaut. Hat sich doch gelohnt, dass die erste kaputt gegangen ist, oder?“. „Hmmm, da hast du wohl recht“, schmunzelt Max und schaufelt unbeschwert weiter. Ein paar Stunden später ist der Hof vom Biosoph wie von Geisterhand verzaubert. Vom kleinen Hügel führt eine Schlittelbahn mit steilen Kurven runter, daneben eine Skipiste und erst noch eine mega Schanze, wer wohl den Mut hat, als Erster darüber zu springen?. Dann dort unten, 3, nein 5 schöne Schneehütten und was ist denn das dort drüben, das sieht ja aus wie ein Irrgarten? Ja, das ist der wohl welterste Irrgarten aus Schnee. Hohe Mauern, viele Eingänge aber nur 1 Weg, der bis zur Mitte führt. Und da, sieh nur, da haben die Kinder eine Feuerstelle gemacht, damit sie sich aufwärmen können. Das wird ein riesen Spass, waren sich die Kinder einig. Der Biosoph holte einen Trichter aus der Küche und rief: „Liebe Kinder und Freunde, kommt doch mal alle zum Feuer her, wir haben Apfelkuchen und Punch gemacht!“. Bald schon schmatzen die Kids und der Biosoph rief wieder in den Trichter: „Morgen wollen wir ein Winterfest bei uns auf dem Hofe machen. Kommt alle mit Schlitten, Skis, Schaufeln, Mami, Papi, Opi und so. Das gibt eine riesen Gaudi!“. „Ja, Ja, Jupie“, schrien die Kinder und sehnten sich herbei, es möge bald schon der nächste Tag kommen. Müde und glücklich schlenderten die fleissigen Helfer ins Dorf zurück, wo sie natürlich sofort allen Kindern und Erwachsenen von ihrem Erlebnis berichteten und es nicht verpassten, allen zu sagen, dass sie am kommenden Tag unbedingt auf den Bauernhof müssen. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie gut und tief die Kinder in dieser Nacht geschlafen haben, nachdem sie so lange draussen an der frischen Luft gespielt und gearbeitet haben.